Zwei Besenfelder Musikgrößen verabschiedet: Claudius Bierig und Karl Kappler sen. bei Waldfest des Musikvereins offiziell verabschiedet

Beim Waldfest des Musikvereins Besenfeld wurde am Sonntagnachmittag der langjährige Dirigent Claudius Bierig und auch der Ehrenvorsitzende Karl Kappler sen. verabschiedet. Im Festzelt an der Alten Weinstraße spielte traditionell der Besenfelder Musikverein am Sonntagnachmittag zum Festausklang auf. In einer sichtlich emotionalen Ansprache dankte Jörg Dölker den beiden Musikgrößen für Ihr jahrzehntelanges Engagement. Claudius Bierig hatte nach dem Tod von Werner Lehmann 1990 die damaligen Besenfelder Buben als Dirigent übernommen. Schnell wurde dem Vorstand Karl Kappler sen. klar, dass der neue Dirigent ein Glücksfall war: Der Freudenstädter Claudius Bierig mit Besenfelder Wurzeln förderte und forderte die Kapelle und brachte schnell eigene Ideen ein. Aus der Tanzkapelle wurde ein erfolgreicher Musikverein mit heute über 40 aktiven Musikern/innen. Das Repertoire umfasst von konzertanter Blasmusik mit Oberstufenniveau, über moderne Unterhaltungsmusik bis hin zur Egerländer Blasmusik diverse Stilrichtungen. Besonders letztgenannte Musikrichtung machte die Besenfelder bekannt – nicht zuletzt da Bierig sein großes musikalisches Idol Ernst Mosch der Kapelle näher brachte. Nach über 28 Jahren beendete Claudius Bierig seine Tätigkeit als Dirigent letzten Sommer. Als Musikant im Tenorhornregister wird er seinem Verein aber erhalten bleiben. Jörg Dölker überbrachte sowohl Bierig als auch Kappler eine Geschenktafel aus Holz mit der einen oder anderen Erinnerung an die Zeit im Musikverein. Karl Kappler sen. hatte seine Musikkarriere nach dem Krieg im Jahre 1956 begonnen. Als einer der Wiedergründer der Musikkapelle übernahm er rasch Verantwortung. Der Mann am Flügelhorn und an der Trompete begleitete seinen Verein über 60 Jahre als aktiver Musiker. Dabei war er über 30 Jahre bis 1995 1. Vorsitzender des Vereins. Dementsprechend schwer fiel es dem Ehrenvorsitzenden nun auch im vergangenen Sommer aufzuhören. Karl Kappler sen. dankte in einem launigen Rückblick dem Musikverein für eine herausragende Zeit mit einmaliger Kameradschaft – besonders aber auch Claudius Bierig für seine Arbeit: „Ohne dich wäre der Musikverein nicht da wo er heute ist – dafür danke ich Dir“ brachte es das Besenfelder Original auf den Punkt. Mit der Slavonicka Polka und dem Gummi-Mambo wurden die passenden Musikstücke für die beiden Musiker zum Besten gegeben.

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